Auction: 14 days
As of Mar 12, 2026
Rechts unten signiert „g. de Chirico“, verso Leinwand beschriftet und alter Galerieaufkleber mit Betitelung „MERIGGIO“.
In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.
Beigegeben eine Expertise von Prof. Paolo Picozza, Präsident der Fondazione Giorgio e Isa de Chirico, Rom, 30. Januar 2026, in Kopie. Demnach wurde es unter der Nummer 006/01/26 OT im Archiv der Stiftung registriert und lässt sich auf 1938 datieren.
Blick auf eine von der Sonne beschienene, alte südliche Klosteranlage mit Kirche, vor der einsam ein gesatteltes Pferd steht. Nach rechts eine Anhöhe, auf der weitere Gebäude zwischen Bäumen zu erkennen sind unter hellblauem Himmel. Darstellung in der Manier des Künstlers in zurückhaltender Farbgebung mit besonderen Licht- und Schattenkontrasten.
Der Künstler war ein italienischer Maler, Bildhauer und Grafiker, er gilt als Hauptvertreter der Pittura Metafisica, der sogenannten Metaphysischen Malerei, die als einer der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus angesehen wird. Der Sohn italienischer Eltern wuchs zunächst in Griechenland auf. Die antike Skulptur und Architektur sowie klassische Architektur, Mythologie und Geschichte lieferten dem Künstler Inspiration. So findet sich im Zentrum des Gemäldes eine leicht verfremdete antike Statue. Die Zusammenstellung aus antiker und moderner Architektur mit der klassischen Skulptur verleiht dem Gemälde eine zeitlos erhabene Qualität. Der Bahndeich vor dem Rundturm wird von einem markant sich abzeichnenden Dampfzug befahren. Neben der Auseinandersetzung mit der Geschichte war es auch die Autobiografie Friedrich Nietzsches (1844–1900), die de Chirico nachhaltig beeinflusste. Das von Nietzsche beschriebene spätsommerlich-herbstliche tief einfallende Licht, das den Plätzen in Turin ihre besondere Stimmung verlieh, ist hier wiederzuerkennen und inspirierte de Chirico zu seinen traumhaften Platzanlagen. (1471221) (18)
Giorgio de Chirico,
1888 Volos – 1978 Rome
MERIGGIO AL CONVENTO (LUNCH IN THE MONASTERY), 1938
Oil on canvas.
39.2 x 61 cm.
Signed “g. de Chirico” at the lower right, inscribed on the reverse of the canvas, and with an old gallery sticker titled “MERIGGIO”.
Accompanied by an expert's report by Professor Paolo Picozza, President of the Fondazione Giorgio e Isa de Chirico, Rome, dated 30 January 2026. According to this, it was recorded under no. 006/01/26 OT in the foundation's archive and can be dated to 1938.