Auction: 13 days
As of Sep 10, 2026
Rechts unten in Bleistift monogrammiert „J.G. M.“;
verso stehender weiblicher Akt, Aquarell.
Ungerahmt, lose in Mappe.
Johann Georg Müller verbindet den weiblichen Akt mit einer klaren kräftigen Linienführung und transparenten Farbflächen. Die reduzierte Formensprache und die spannungsvolle Verbindung von Zeichnung und Farbe sind charakteristisch für seine zwischen Figuration und Abstraktion stehenden Arbeiten.
Johann Georg Müller war Mitglied der Neuen Pfälzischen Gruppe, wobei sich sein Schaffen durch Stilpluralismus auszeichnete. 1965 wurde er Mitglied der Pfälzischen Sezession und erhielt 1983 den Kulturpreis der Stadt Koblenz. Müller gilt als einer der bedeutendsten bildenden Künstler nach 1945 in Deutschland. Zwar zeigte er bereits 1936 eine erste Ausstellung in Mannheim, doch wurde er 1938 von den Nationalsozialisten mit einem Mal- und Ausstellungsverbot belegt, woraufhin er nach Paris emigrierte und an der Académie Julian Zeichenunterricht nahm. In der Pfalzgalerie Kaiserslautern wurden 1953 in einer Doppelausstellung Gemälde und Grafiken von Müller neben den Skulpturen des Bildhauers Joachim Utech (1889–1960) gezeigt. (1490842) (14)