Auction: 11 days
As of Jun 11, 2026
Beigegeben ein ausführliches Gutachten mit guten Vergleichsbeispielen von Massimo Pirondini. Ferner ein technischer Untersuchungsbericht von Claudio Falcucci.
Vor in changierender Beleuchtung dargestelltem Hintergrund die sitzende Halbfigur mit nach rechts geneigtem, bärtigem Haupt. Als kompositionelles Gleichgewicht dient das geöffnete Buch, welches Markus in seiner Hand hält und in das er mit einem Federkiel im Begriff ist zu schreiben. Im Hintergrund das Auge eines Löwen mit dessen verschatteten Umrissen.
Der Künstler beeinflusste die Malerei seiner Epoche wie kaum ein anderer. Dies auch deshalb, weil er sich nach seinem Studium in Bologna bei Lodovico Carracci (1555–1619) und Denys Calvaert (1540–1613) ab 1600 in Rom sehr bald deutlich von allen Vorbildern zu unterscheiden suchte. Gegenüber den berühmten Meistern wie Caravaggio und Annibale Carracci vermochte er sich mit seiner völlig neuen Malweise sehr bald durchzusetzen. 1622 in Neapel, 1625 wieder in Rom, erhielt er bereits höchstrangige Aufträge, wie etwa von Kardinal Ludovisi für das Altarblatt der Kirche Santissima Tinitá die Pellegrini. Aber auch das Deckenbild im ehemaligen Casino Borghese in Rom stärkte seinen Ruhm zusätzlich. Reni entwickelte eine weit geschmeidigere, hellerleuchtete Bildsprache und war wohl der Erste, der seinen Hauptfiguren den nach oben gerichteten Blick verlieh – ein Ausdruck einer ekstatisch zu verstehenden seelischen Verinnerlichung, die einer inneren Sicht für Heilige wie auch für antike Göttergestalten entsprach.
Wie Pirondini in seinem Gutachten ausführt gibt es mindestens drei weitere Versionen unseres Gemäldes: eine in einer Londoner Privatsammlung, eine Kopie nach Guido Reni in der Sammlung Pallavicini in Rom und eine Version im Palazzo Rosso in Genua. (1481961) (2) (13)
Guido Reni,
1575 Bologna – 1642 ibid.
THE EVANGELIST MARK
Oil on canvas.
94 x 72 cm.
On the reverse, a red wax seal.
Accompanied by a detailed expert's report with good comparative examples by Massimo Pirondini. Further, a technical examination report by Claudio Falcucci.
As Pirondini explains in his report, there are at least three other versions of our painting: one in a private collection in London, a copy after Guido Reni in the Pallavicini Collection in Rome, and a version in the Palazzo Rosso in Genoa.